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Glossar und Stichwortverzeichnis Tagesgeld

kompaktes Fonds-Lexikon über Aktienfonds, Hedgefonds, Indexfonds, Rentenfonds, Dachfonds u.a. mit Definitionen und Erklärungen

 

 

 

Aktienfonds:

Bei Aktienfonds (identisch mit Investmentfonds) handelt es sich um Fonds, die in Aktien investieren. Die Quote liegt zwischen 50 und 100 Prozent. Aktienfonds verfolgen als Ziel grundsätzlich langfristig eine überdurchschnittliche Wertsteigerung. Dadurch bergen sie ein höheres Risiko als andere Fonds (siehe weiter unten bei Rentenfonds u.a.). Durch die breite Streuung ist die Anlage in Aktienfonds grundsätzlich weniger risikobehaftet als bei Direktanlagen. Diese Aussage kann aber nicht pauschalisiert werden, da erfolgreiche Anleger häufig über keine breite Streuung verfügen. Für unerfahrene Investoren ist diese Strategie aber gefährlich.

Aktienfonds unterscheiden sich durch verschiedene Anlageschwerpunkte. Dies können bestimmte Branchen (Internet, Biotechnologie, Turnaround-Unternehmen u.a.) sein, Länder (USA, Indien, China, Europa u.a.) oder Regionen (asiatischer Raum). Zu den größten Aktienfonds zählt der Fidelity European Growth und der Templeton Growth Fund.

 

Anteilspreis:

Der Kurs eines Fonds bestimmt sich nach dem Wert seines Vermögens, dem so genannten Inventarwert oder auch NAV (Net Asset Value), geteilt durch die Anzahl der Anteile. Dieser Anteilspreis wird in überregionalen Zeitungen wie dem Handelsblatt oder der FAZ, aber auch in regionalen Zeitungen wie der Stuttgarter Zeitung veröffentlicht. Zudem kann über das Internet der tagesaktuelle Anteilspreis jederzeit gefunden werden.

Mit dem Kauf eines Anteils wird der Investor Miteigentümer am Fondvermögen. Üblicherweise wird beim Kauf eines Anteils ein Ausgabeaufschlag fällig. Diesen können Sie aber teilweise oder sogar komplett reduzieren, in dem Sie die Anteile bei Direktbanken o.ä. kaufen. Würden Sie also jetzt einen Anteil für 10000 Euro plus 5 Prozent Ausgabeaufschlag (500 Euro) erwerben und sofort wieder verkaufen, würde Ihr Verlust 500 Euro betragen. Es lohnt sich also, Fondanteile kostengünstig zu erwerben.

 

AS-Fonds:

Dieser Begriff steht für Altersvorsorge-Sondervermögen Fonds. Diese spezielle Mischfonds wurde in den 90er Jahren eingeführt und dienen der Alterssicherung. Die AS-Fonds, welche in Aktien, Anleihen und Immobilien investieren dürfen, fristen aber ein Schattendasein, da die Investitionen nicht staatlich gefördert werden.
 

BaFin:

Die BaFin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kontrolliert als Aufsichtsbehörde in Deutschland die Investmentgesellschaften und ist zuständig für die Zulassung von Fonds. Auch wir, die 0711-Aktienclub GbR, unterliegen der Aufsicht der BaFin.
 

Benchmark:

Ein Großteil der Investmentfonds orientiert sich an einem Benchmark. Hierbei handelt es sich um einen Index als Messlatte, welcher übertroffen werden soll. Dies kann beispielsweise der DAX oder der Dow Jones sein.

Der Großteil der Aktienfonds ist langfristig nicht in der Lage, diesen Benchmark zu übertreffen. Aus diesem Grund lohnt es sich oft, einen Indexfond zu kaufen, auf welchen noch weiter unten eingegangen wird.

 

Branchenfonds:

Aktienfonds, die nur in Werte aus einem bestimmten Sektor investieren, nennt man Branchenfonds. Dies können beispielsweise die Bereiche Biotechnologie, Rohstoffe, Minenwerte, Pharmaunternehmen oder auch Internetfirmen sein. Aufgrund der Abhängigkeit der Entwicklung von einer Branche, ist das Risiko größer als bei breiter gestreuten Aktienfonds. Im Gegenzug steigen aber auch entsprechend die Gewinnchancen. Der 0711-Aktienclub verfügt mit seiner Rohstoff-Strategie Depot in der 0711-Aktienclub Rohstoff GbR über einen solchen entsprechenden Branchenbereich.
 

Dachfonds:

Hierbei handelt es sich um Fonds, die in andere Fonds investieren. Die Fondmanager des Dachfonds suchen die besten Fondverwalter und investieren in deren Fonds. Hierbei kann es sich um Aktien-Dachfonds, Renten-Dachfonds oder auch Misch-Dachfonds handeln. Durch Ihre Beteiligung am Dachfond entstehen Kosten, zu welchen dann noch die Kosten der einzelnen Fonds hinzukommen. 
 

Diversifikation:

Die Streuung des Vermögens auf verschiedene Wertpapiere und Anlagearten nennt man Diversifikation. Aktienfonds dürfen beispielsweise nicht mehr als 10 Prozent ihres Fondvermögens in ein Unternehmen investieren. Es gibt Aktienfonds, die nur über wenige oder sehr viele Aktientitel verfügen. Der Pioneer Top European Players investiert in ca. 30 Unternehmen; der Goldman Sachs Global Core Equity dagegen in über 600 Unternehmen. Wir im 0711-Aktienclub verfolgen eine Strategie des konzentrierten Depots.
 

Forex:

Unter dem Begriff Forex, welcher insgesamt Foreign Exchange Market bedeutet, versteht man den Handel mit verschiedenen Währungen. Dabei muss man an keine Börse gehen, denn dieser Devisenhandel findet in der Regel immer zwischen verschiedenen Händlern statt. Im Grunde genommen kann man mit einem solchen Handel auf schnelle Weise sein Geld verlieren oder ganz schnell vermehren. Man muss nur zum richtigen Zeitpunkt die richtige Währung kaufen und seine bisherige Währung abstoßen. Der Unterschied der Marge stellt dann den Gewinn oder Verlust des Händlers dar.

Der Forex wird in der Regel nur an Werktagen gehandelt, da der US Dollar nicht an amerikanischen Feiertagen gehandelt wird und der Euro nicht am 1. Mai. Aber durch die Unterstützung des World Wide Web kann der Online-Handel auch an einem Wochenende stattfinden. Das beste Beispiel hierfür ist das Auffinden und die Verhaftung Saddam Husseins, welches an einem Wochenende passierte. Kurz nach Eintreffen der ersten Meldung schnellte der US-Dollar kurzfristig in die Höhe und konnte sich bis zum Mittag auf dem oberen Stand halten.

Hätte der Forex Handel tatsächlich nur an einem Wochenende stattgefunden, so wäre der US-Dollar niemals so schnell so hoch gehandelt worden. Dieser Devisenhandel findet immer zwischen zwei Devisenpaaren statt. Die drei am meisten bewegten Währungen sind der US-Dollar, der Euro sowie der Yen. Man kauft eine Währung zu einem sehr günstigen Kurs und gibt dafür seine bisherige Währung für die Bezahlung der neuen Währung wieder ab. Steigt dann diese Währung an, so versucht man unter Einbeziehung der Eigenen Strategie (Stopps nachziehen, Signale beachten), die Währung mit Gewinn zu verkaufen.

 

Garantiefonds:

Garantiefonds, auch Wertsicherungsfonds genannt, garantieren zu einem bestimmten Zeitpunkt einen garantierten Kurs. Hierzu wird oft der Großteil des Fondvermögens in Anleihen investiert und ein kleiner Teil in Optionen. Die Anleihen ergeben somit die Garantie, die Optionen die Möglichkeit, von der Entwicklung der Aktienmärkte profitieren zu können. Das Chance-Risiko Profil liegt somit zwischen Aktien- und Rentenfonds.
 

Geldmarktfonds:

Als Alternative zu Festgeld und Tagesgeldkonten bieten Geldmarktfonds eine sichere Anlage für kurzfristige Investitionen. Diese Fonds investieren in Festgelder und kurzlaufende festverzinsliche Wertpapiere.
 

Hedgefonds:

Hedgefonds unterliegen, anders als normale Investmentfonds, grundsätzlich keinerlei Kontrolle. Unter der Bezeichnung Hedgefonds wird in die unterschiedlichsten Bereiche investiert. Dies können Derivate, Devisen, Anleihen, Aktien, Rohstoffe u.a. sein. Hedgefonds leihen sich im Regelfall zu dem Vermögen der Anteilsbesitzer viel Fremdkapital. Hiermit erreichen Sie eine so genannte Hebelwirkung. Bei einer positiven Entwicklung wirkt dies wie ein Turbo. Nicht vergessen werden darf, dass bei einer negativen Entwicklung der Turbo ebenfalls seine Kraft entfaltet. Aus minus 10 Prozent können so schnell minus 20 oder 30 Prozent werden. Aufgrund dieser Kreditaufnahme bergen Hedgefonds ein größeres Risiko.

Wir im 0711-Aktienclub nehmen kein Fremdkapital auf und begrenzen so unser Risiko.

 

Offene Immobilienfonds:

Diese in Deutschland weit verbreitete Form der offenen Immobilienfonds investiert ihr Geld in Immobilien. Dies können Wohnungen oder auch Gewerbeimmobilien sein. Die Erträge der Fonds entstehen durch die Mieteinnahmen und die Wertsteigerung der Immobilien. Offene Immobilienfonds erreichen nicht die durchschnittliche Wertentwicklung von Aktienfonds, sind dafür aber sicherer und weniger volatil.
 

Indexfonds:

Indexfonds bilden einen bestimmten Index nach. Diese passiv gemanagten Fonds (da kein Fondverwalter Aktien heraussuchen und analysieren muss sind sie nicht aktiv gemanagt) entwickeln sich fast identisch dem nachgebildeten Index. Dies kann beispielsweise der DAX, der DJ Euro Stoxx 50 oder auch ein Branchenindex sein. Da wie weiter oben beschrieben die meisten Aktienfonds nicht ihre Benchmarks schlagen, sich also nicht besser als der Markt entwickeln, lohnt es sich oft, lieber einen Indexfond zu erwerben.

Eine Untergruppe der Indexfonds sind ETFs. Exchange Traded Funds sind an den Börsen gehandelte Indexfonds und können somit jederzeit über die Börse erworben werden.

 

Mischfonds:

Mischfonds können in Aktien und in Rentenpapiere investieren. Somit kombinieren Mischfonds die Chancen der Aktienmärkte mit den sicheren Renditen aus festverzinslichen Wertpapieren.
 

Rentenfonds:

Bei Anleihenfonds, auch Rentenfonds genannt, wird in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Dies können Staatsanleihen, Pfandbriefe oder auch Anleihen von Unternehmen sein. Die Unterschiede sind sehr groß. Es gibt Rentenfonds, die in schwankungsarme Produkte , aber auch solche, die in riskante Unternehmensanleihen (so genannte Junk Bonds) investieren. Die Rendite kann also sehr unterschiedlich ausfallen. Eine der renommierten Fondgesellschaften für Rentenfonds ist die Firma Pimco, welche vor einigen Jahren vom Allianz-Konzern aufgekauft wurde.
 
   

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